Es waren die tristesten Bundesligazeiten des
HSV überhaupt, damals Anfang der 70er-Jahre. Hinzu kam, dass die ganze Liga mit und nach dem Bundesliga-Skandal nur noch ein Schatten vergangener Jahre war. Zuschauerrückgang und verlorene Jahre, die wir im
Block F der
Westkurve miterleben mussten. Und wäre Horst Heese, unser dama- liges Kampfschwein, nicht gewesen, wir wären abgestiegen. Kein Bun- desliga-Dino, keine Bundesliga-Uhr in der
HSV-Arena.
Je trister das Fan-Dasein, umso strahlender der kleinste Hoffnungs- schimmer. Ein junger Spieler machte uns damals Mut. Er gab uns Hoffnung auf bessere
HSV-Zeiten: PETER HIDIEN. Als Linksverteidiger spielte er erfrischend unbekümmert, immer nach dem Motto
Angriff ist die beste Verteidigung.
Peter Hidien mit Autogramm und dem Trikot der 'Hitachi-Zeit'. Noch scheußlicher als die Farbe ist der Kragen. Zu den blau-grauen Stutzen will das Trikot so gar nicht passen. Viel schlimmer noch, auf der Brust fehlt die HSV-Raute!
Was scherte Hidien die taktische Marschroute, wenn diese bestenfalls zu Mittelmaß führte. Uwe Seeler nahm sich den 'Abweichler' auf dem Spielfeld deshalb nicht nur einmal zur Brust. Wir auf den Rängen waren begeistert. Endlich raus aus der Lethargie. Auf nach vorn.
Für mich steht Peter Hidien noch heute für den Aufbruch zur erfolgrei- chen
HSV-Zeit: DFB-Pokalerfolg, Europapokal der Pokalsieger, Meister- schaft... Hidien wurde weder in die Nationalelf berufen, noch war er einer der strahlendsten Helden jener Zeit. Aber er war bis zum Ende seiner Karriere (1972-1982), die er ausschließlich beim
HSV spielte, mein absoluter Liebling.
So einen wie den Hidien könnte unser
HSV heute sehr gut gebrauchen.